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"Boeing – Boeing" Boulevardkomödie von Marc Camoletti (November 2010)

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Seine Wohnung in der Nähe eines großen Flughafens und sein Organisationstalent ermöglichen es dem charmanten Schlitzohr Bernhard, ein ideales System auszuklügeln und Beziehungen der ganz besonderen Art zu pflegen: Drei Stewardessen (heute: „Flugbegleiterinnen“), jeweils bei unterschiedlichen Fluggesellschaften beschäftigt, sind allesamt seine Geliebten, ohne voneinander zu wissen. Ein geniales Arrangement – aufgebaut auf den unterschiedlichen Flugplänen und der kritisch-resoluten Unterstützung seiner Hausdame Berthe. Doch eines Tages ändern sich die Flugpläne, und das Auftauchen von Bernhards Neffen Robert bleibt nicht die einzige Überraschung…

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Tobias Hoffmann in der „NZZ“ anlässlich einer Inszenierung in Zürich 2009: << „Boeing Boeing“ ist ein absolut schadstofffreies Vergnügen, laut, aber nicht lärmig, temporeich, aber nicht hektisch, und (…) auch eine verträgliche Kost für Verächter des Schenkelklopf-Humors. >>
Das Ensemble der Bühne 11-hundert versucht bei diesem Stück aus dem Jahre 1960 mit der Inszenierung durch Schauspielerin und Regisseurin Heike Bänsch einen ähnlichen Weg zu gehen.

Über den Autor

Marc Camoletti wurde am 16. November 1923 in Genf geboren. Der Franzose italienischer Abstammung lebte von Kindheit an in Paris und betätigte sich vor seiner Schriftstellerkarriere als Maler. Das Theatre des Capuchine spielt als eines seiner ersten und gleichzeitig bekanntesten Stücke "Die Perle Anna" (es läuft diesen Herbst u.a. im Theater am Kurfürstendamm in Berlin mit Anita Kupsch in der Hauptrolle). Der Erfolg von "Boeing Boeing" bedeutet 1960 den endgültigen Durchbruch zum Erfolg. Camoletti inszenierte die von ihm geschriebenen Stücke gerne selbst. Ein weiterer seiner "Hits" ist das Lustspiel "Hier sind Sie richtig". - Er starb am 20. Juli 2003.


"Loriots Dramatische Werke" (November 2009)

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Über Loriot, seine Sketche – besser: dramatische Kleinkunstwerke – zu informieren, hieße „Eulen nach Athen zu tragen“. Seit Jahrzehnten ist Loriot – alias Vicco von Bülow – ein Synonym sowohl für intelligente Unterhaltung als auch satirisch feinste Beobachtung und Darstellung menschlicher Verhaltensweisen und Unzulänglichkeiten.

Seit der „Zwischenmahlzeit“ (1995), bei der auch ein ganzer Programmteil Szenen von Loriot gewidmet war, haben wir schon mehrfach erwogen, seine „Dramatischen Werke“ noch einmal zum Bestandteil unseres jährlichen Theaterprojekts zu machen. Nun, da uns in diesem Herbst die Aula nicht zur Verfügung steht, schien uns die Zeit für die Umsetzung dieses Vorhabens gekommen. Denn das Ambiente einer Kleinkunstbühne wie bei Whisky Bill ist der passendere Rahmen als die große Aula, um Loriots kleinen dramatischen Szenen zur angemessenen Wirkung zu verhelfen.

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Dabei wollen wir einerseits dem Geist, der Aussagekraft seiner Stücke nachspüren sowie die immanente großartige Komik realisieren. Andererseits wollen wir aber nicht den untauglichen Versuch unternehmen, den „großen Meister“ selbst oder die unvergessene Evelyn Hamann in ihren vielfachen Rollen zu kopieren. Vielmehr versuchen wir durchaus auch eigene Varianten und Interpretationen in unsere Inszenierungen einfließen zu lassen, damit unseren eigenen Stil der Umsetzung zu finden, ohne dabei Loriot „untreu“ zu werden.

Zu unserem Programm zählen unter anderem „Kosakenzipfel“, „Mutters Klavier“, „Jodelschule“ und „Anstandsunterricht“(„Benimmschule“), aber noch viele andere mehr; auch solche, die ursprünglich nur als Zeichentrick-Szenen gedacht und bekannt waren.


"Ein Traum von Hochzeit " (Perfect Wedding) (November 2008)

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Schauplatz dieser Komödie ist ein gediegenes englisches Hotel auf dem Lande, wo sich nach und nach die Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft einfinden.

Am Morgen des Hochzeitstages gibt es jedoch für Bräutigam Bill, der am Abend vor dem großen Fest seinen Junggesellenabschied feierte, ein ziemlich böses Erwachen. Er bemerkt nach und nach, in welch peinliche Situation er geraten ist und vertraut sich der Hilfe seines Freundes und Trauzeugen Tom an. Doch der - statt wirklich zu helfen - richtet noch mehr Unheil an.

Freundin(nen) - echte(?), ehemalige (?), erfundene(?) - , Zimmermädchen, eine weitgehend ahnungslose Braut sowie deren zielstrebige Mutter ergänzen nach und nach Verwirrung und Durcheinander, sodass die Hochzeitsvorbereitungen zunehmend im Chaos versinken...

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Zum Autor

Robin Hawdon, geboren in Newcastle-on-Tyne, arbeitete lange Jahre als Schauspieler – sowohl auf der Bühne als auch für Film und Fernsehen. 1982 beendete er seine Schauspielerkarriere und konzentrierte sich fortan auf seine Arbeit als Regisseur und Autor. Im Laufe der Jahr wurden seine Werke europaweit an vielen Bühnen aufgeführt. Allein sein Stück „Don´t dress for dinner“ lief über mehrer Jahre im Londoner West End Theater. „Ein Traum von Hochzeit“ („Perfect Wedding“) erlebte am Bonner Contra – Kreis – Theater seine umjubelte deutschsprachige Erstaufführung. Eine Fernsehbearbeitung des Stücks lief – mit Herbert Hermann in der Hauptrolle – mehrfach im ZDF.


Lesung "Einfach himmlisch???" (Mai 2008)

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Zum Inhalt

Einfach himmlisch???

… lautet das Thema – und die Fragezeichen sind Programm. Denn ob und inwieweit die zu hörenden Texte mit „Himmlischem“ in Verbindung gebracht werden, liegt oft im Ermessen der Zuhörenden.

Lassen Sie sich an Bord der Boeing 1100 mitnehmen auf eine literarische Reise durch Zeit und Raum: Wolken, Wind und Wetter, himmlische Gefühle, Göttliches, Turbulenzen und Sturzflüge in eher höllisch-teuflische Gefilde warten dabei auf Sie. Thematisch-inhaltliche wie auch formale Kontraste und Brüche sind dabei durchaus gewollt.


Ausgerechnet du! ? Look who? s talking! von Derek Benfield (November 2007)

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Die Ehepartner Sheila und Andrew verbringen in ihrem englischen Landhaus einen eher typischen und unaufgeregten Sonntagvormittag, der allerdings durch unerwarteten Besuch massiv gestört wird. Zunächst erscheint ein gewisser Brian und bringt Sheila in Verwirrung: Was geschah wirklich am letzten Freitagabend? Nach dem Hereinplatzen von Andrews Sekretärin muss dieser sich einer ähnlich brisanten Frage bezüglich des letzten Betriebsfestes stellen, ob er will oder nicht. Als auch noch Jane, Sheilas beste Freundin, auftaucht, geraten die Ehepartner zunehmend in Panik...

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Eine englische Komödie, gekennzeichnet durch Wortwitz und Rededuelle. Die Spannung resultiert vor allem aus den Fragen: Was geschah wirklich und wie ziehen die Protagonisten ihre ehepartnerschaftlichen Köpfe aus den sich immer weiter zuziehenden Schlingen? Klassisches Boulevard-Theater!

Zum Autor

Derek Benfield ist einer der bekanntesten englischen Komödienautoren. Bereits 1998 zeigte die BÜHNE 11-hundert mit großem Erfolg seine Kriminalkomödie „Kille kille“.


Fröhliche Geister von Noel Coward (November 2006)

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„Fröhliche Geister“ („Blithe Spirit“) wurde am 2. Juli 1942 im Piccadilly Theatre in London uraufgeführt und erlebte seine deutschsprachige Erstaufführung am 8. November 1945 am Schauspielhaus Zürich.

Im Mittelpunkt der makaberen, leicht frivolen Komödie steht der Schriftsteller Charles Condomine, der zwecks Studien für seinen nächsten Roman das Medium Madame Arcati in sein Haus eingeladen hat. Im Gefolge einer spiritistischen Sitzung sieht sich Charles plötzlich mit dem Geist seiner verstorbenen ersten Frau Elvira konfrontiert, sehr zum Unwillen seiner jetzigen Ehefrau Ruth...

Das mit viel schwarzem englischem Humor durchsetzte Stück nimmt Übersinnliches zum Anlass für äußerst verwirrende Ereignisse, spritzige Dialoge und viel Situationskomik.

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Zum Autor

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Noel Coward (1899-1973) stand bereits mit elf Jahren singend und tanzend auf der Bühne. Ab 1925 spielte er häufig in von ihm selbst verfassten Komödien die Hauptrolle und führte teilweise auch Regie. Bekannt wurde er nicht zuletzt durch seine Erfolge als Filmschauspieler, Musicalautor, Komponist und Sänger.

Coward schrieb seine Stücke in Tradition der typischen englischen Gesellschaftskomödie und war dabei sehr erfolgreich. Er arbeitet „mit brillanten Einfällen, witzigen Dialogen und überraschenden szenischen Situationen“, die er „zu einem amüsanten, mitunter tiefgehenden Ganzen zusammenfügt“.

„Fröhliche Geister“ gehört zu seinen international erfolgreichsten Stücken. Coward wurde 1970 als der große Meister des englischen Boulevard-Theaters“ geadelt. 1971 erhielt er für besondern Dienst um das Theater einen „Tony-Award“.


Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt (März 2006)

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Im Nervensanatorium von Fräulein Dr. von Zahnd ist ein Mord geschehen. Patient Ernesti, ein Physiker, der sich für Albert Einstein hält, hat eine Krankenschwester umgebracht. Kriminalinspektor Voß ermittelt in dem Fall, der auffällige Parallelen zu einem Mord aufweist, der drei Monate zuvor an gleicher Stelle geschah. Damalsermordete der Patient Beutler, auch Physiker und sich als Newton ausgebend, ebenfalls seine Pflegerin. Der dritte Patient, ein Physiker namens Möbius, glaubt seine Erkenntnisse über die Natur von König Salomo zu empfangen, der ihm erscheint und ihm „das System aller möglichen Erfindungen“ offenbart hat. Der Besuch seiner ehemaligen Frau nebst Kindern und neuem Ehemann endet desaströs: Möbius jagt sie davon. Er will mit seinem Wissen im Schutz des Irrenhauses allein bleiben. Er ekelt sich vor der bürgerlichen Schein-Idylle der Welt außerhalb seines Verstecks. Deshalb passt es überhaupt nicht in seine Pläne, dass Schwester Monika ihn offenbar durchschaut und ihm ihre Liebe gesteht. Aber um wen es sich bei „Einstein“ und „Newton“ wirklich handelt, weiß er zunächst auch nicht...

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Zum Autor

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Friedrich Dürrenmatt, geboren am 05. Januar 1921 in Konolfingen/Bern, gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikern und Erzählern nach dem Zweiten Weltkrieg. Er betätigte sich ebenfalls als Grafiker und Maler. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der Richter und sein Henker“, „Der Verdacht“, „Grieche sucht Griechin“, „Ein Engel kommt nach Babylon“, „Der Besuch der alten Dame“, „Romulus der Große“, „Die Physiker“ und „Die Ehe des Herrn Mississippi“. Er starb am 14. Dezember 1990 in Neuenburg. Wie bei dem anderen großen Schweizer Autor - Max Frisch - liegen die Wurzeln seiner Theaterform in der Auseinandersetzung mit dem Theater Bertolt Brechts. Jedoch im Unterschied zu Brecht sieht Dürrenmatt das Theater nicht als Möglichkeit, die Welt zu verändern. Für ihn sind Komödien Ausdruck einer Möglichkeit, sich dieser chaotischen Welt auszusetzen, diese auszuhalten. Allerdings verzichtet er nicht darauf, sich in seinen Werken auf satirische Weise mit Strömungen und - teils existentiellen - Problemen von Welt und Gesellschaft auseinanderzusetzen. Seine hauptsächlichen theatralischen Stilmittel sind dabei das Groteske und das Paradoxe. Weil die Wirklichkeit der Welt in Dürrenmatts Sicht vom Paradoxen gekennzeichnet ist.


Minna Magdalena und Tobby / Zwei Einakter von Curt Goetz (April 2005 & Okt. 2004)

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Einer der beiden Einakter – "Minna Magdalena" – stand schon beim ersten Auftritt im belgischen "Cinéma" auf dem Programm. Curt Goetz, dessen Komödien sich durch pointierte Dialoge und effektvolle Situationskomik auszeichnen, thematisiert in diesem Stück auf vergnügliche Weise Doppelmoral und Vorurteile.

Anlässlich der " 1. Schildgener Kulturtage" im April 2005 kam es zum ersten offiziellen Gastspiel der Bühne-11-hundert. Noch einmal wurden die beiden Goetz-Einakter aufgeführt.

Zu den Stücken

Minna Magdalena

Ein gutsituiertes Bürgerpaar vermutet hinter den gesundheitlichen Problemen ihres Dienstmädchens Minna die Folgen unmoralischer Verhaltensweisen und hat deshalb dessen Vater einbestellt. Doch – wie sagt man es einem so auf Sittsamkeit bedachten Menschen vom Lande, ohne dass der gewalttätig wird?

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Tobby

Der Gutsbesitzer Harry misstraut der Treue seiner attraktiven Frau Fanny ebenso wie der Loyalität und Zurückhaltung seines Freundes Bobby. Doch erkennt Harry in den sich auftuenden Abgründen auch eine Chance für sich selbst. Die Intrigen nehmen ihren Lauf. Und mittendrin steht der Knecht Tobby – das Mittel zum Zweck.

Über den Autor

Die satirischen Stücke von Curt Goetz(1888 bis 1960) finden trotz ihres Boulevard-Charakters und der in Deutschland oft strikten Trennung zwischen ernstem und Unterhaltungstheater auch Anerkennung bei der "seriösen" Kritik und sein Name wird mitunter in einem Zug mit George Bernhard Shaw und Oscar Wilde genannt. Goetz‘ bekannteste Bühnenstücke "Hokuspokus", "Dr. med. Hiob Prätorius" und "Das Haus in Montevideo" wurden mehrmals verfilmt.


Lesung: Gruselig-Schauriges in Texten und Liedern (März 2004)

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"Nun kommen sie wieder, sie kommen!...
...Sie wittern, sie haschen mich schon!"

Unter diesem Motto präsentieren wir eine Lesung im "Schloss Eulenbroich" in Rösrath.

Die Spannbreite des Dargebotenen ist weit und umfasst unterschiedlichste Textformen wie zum Beispiel die klassische Ballade, das böse, abgründige Märchen, das verstörende Gedicht, die blutige Moritat, die bergische Geisteranekdote oder die schwarz-humorige Kurzgeschichte. Gesungenes, am Piano begleitet, taucht ein in musikalisch-makabre Tiefen. Vampire und Werwölfe, Rösrather Friedhofshelden und nächtliche Parkplatz-Greuel, kindliche Opfer fragwürdig-böser Märchen-Ideologien, die Wiederkehr von Begrabenen oder das Ameisen-Massaker im Dschungel: dem Gruselangebot konnte sich niemand entziehen. Uhrzeit und Ort des Geschehens tragen zur Stimmung bei.


Lesung als Finissage zur Kunstausstellung „Liebe – eine Frage- und Antwortstellung“(Juli 2003)

„Ach, der Liebe süßes Elend – und der Liebe bittre Lust“

Präsentiert werden literarische Texte quer durch Epochen und Stilrichtungen. So gegensätzlich die Gefühle sein können, die Liebe in Gang setzt oder beendet, so vielfältig sind die Textinhalte und Textformen. Von der romantischen Allegorie zu beißender Ironie; von der beschworenen Idylle zur ernüchternden Beschreibung des Liebesalltags; von der mitteralterlichen Minneidylle zum rastlosen Reiter des Sturm und Drang. Szenischer Dialog steht neben Gedicht, Romanausschnitt neben Sachtext. So zahlreich wie die Themen und Formen sind die Autoren: Shakespeare, Schiller, Goethe und Heine gehören genauso dazu wie Brecht, Tucholsky und Kästner, wie Erich Fried und Robert Gernhardt, aber auch Hanns Dieter Hüsch. Damit sind nur einige der zitierten Schriftsteller genannt, die alle etwas zu sagen haben über Leidenschaft, Hoffnung, Enttäuschung, Eifersucht, Sex, Ehe, Zuneigung… Liebe.


Komödie im Dunkeln von Peter Shaffer (2003)

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Brindsley Miller, ein - zumindest wie er selbst glaubt - begabter Nachwuchs-Bildhauer, bereitet sich gemeinsam mit seiner Verlobten Carol auf einen spannenden Abend vor: George Godunow, Multimillionär und Kunstmäzen, hat sich zur Begutachtung von Brindsleys künstlerischen Qualitäten angesagt. Ganz andere Qualitäten seines zukünftigen Schwiegersohns möchte der ebenfalls erwartete Vater Carols, ein schneidiger Oberst, prüfen. Um einen guten Eindruck zu machen, haben Brindsley und Carol sich einige kostbare antike Möbelstücke vom verreisten Freund und Nachbarn Harold Gorringe ohne dessen Wissen ausgeliehen. Ein Kurzschluss im gesamten Haus sowie das Erscheinen seiner Ex und einer völlig verängstigten und überspannten Nachbarin sorgen - nicht nur für Brindsley - auf eine ganz andere Art für Spannung als erwartet. - Übrigens auch für die Zuschauer!

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Über den Autor

Peter Shaffer wurde 1926 in Liverpool geboren. Er besuchte die St. Paul’s School in London und studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Cambridge Geschichte. Mit seinem Zwillingsbruder Anthony ging er nach New York und arbeitete u. a. in der New York Public Library. Nach drei Jahren kehrte er nach London zurück, arbeitete in einem Musikverlag und später als Musik- und Literaturkritiker. In dieser Zeit setzte er seine schon in den USA begonnene Autorentätigkeit fort. Bald entstanden zahlreiche Hörspiele, Fernsehspiele, Theaterstücke und Drehbücher.

Zu seinen größten Theatererfolgen gehören neben „Black Comedy“ - „Komödie im Dunkeln“ (1965), „Equus“ (1975) und „Lettice and Lovage“ - „Laura und Lotte“ (1987). Sein Drehbuch zum Milos-Forman-Film „Amadeus“ brachte ihm 1985 einen Oscar und einen Golden Globe ein. Peter Shaffer gehört zu den meistgespielten Autoren der Gegenwart.


Das Konzert von Hermann Bahr (2002)

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Der berühmte und bewunderte Pianist Gustav Henk gibt ein "Konzert" der besonderen Art: Es soll ein geheimes sein, und zwar in einer abgelegenen Hütte. Jede seiner Schülerinnen würde alles dafür geben ihn begleiten zu dürfen. Diesmal hat es Delfine geschafft. Sie dient ihm mit Freuden - als Publikum und Instrument zugleich. Denn entspannen möchte der große Meister nicht beim Klavierspiel... - Zu dumm, dass Heinks kluge Ehefrau Marie und der exaltierte Doktor Jura - Delfines Mann - von dem geplanten Treiben erfahren.

Das Stück aus dem Jahr 1909 bietet dem Zuschauer überraschende Wendungen, aber auch mit viel Wortwitz und Ironie vermittelte Einblicke in die Eitelkeit eines Künstlers und in die oft so komplizierte Gefühlswelt von Mann und Frau.

Über den Autor

Hermann Bahr (geb. 1863 in Linz – gest. 1934 München) war im deutschen Theaterleben um 1900 einer der einflussreichsten Persönlichkeiten. In seinen sich in besonderer Weise durch geistreiche und elegante Dialoge auszeichnenden Stücke sind Stilrichtungen und Entwicklungstendenzen von Naturalismus, Impressionismus und Expressionismus feststellbar. Bahr arbeitete nicht nur als Bühnenschriftsteller, sondern auch als Essayist, Feuilletonist und Kritiker; unter anderem für die Wochenschrift "Die Zeit". Als Regisseur war er auch an Max Reinhardts Deutschem Theater tätig.

Grundthemen einer Stücke sind die innere Freiheit der Persönlichkeit und die Widersprüchlichkeiten zwischen den Geschlechtern. Das mit anhaltendem Erfolg gespielte "Konzert" (1909) verhalf Bahr zu internationaler Bekanntheit.

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Unkraut von Fitzgerald Kusz (2001)

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Unkraut sollte es in den Gärten einer Reihenhaussiedlung eigentlich gar nicht geben. Dementsprechend eifrig und gründlich gehen die Bewohner bei der Pflege ihrer Gärten zu Werke. Man trifft sich regelmäßig bei den Fleischmanns oder Brüttings zum Grillen und blickt zufrieden auf den stets kurz geschorenen Rasen. Die friedliche Idylle wird durch nur den neuen Nachbarn Krause gestört, der in seinem Garten das Gras wachsen lässt und damit das schöne, einheitliche Bild der Siedlung zerstört…

Doch der Garten des Lehrers Krause beleidigt nicht nur das Auge der Alteingesessenen, sondern zieht auch durch den Flug von Unkrautsamen sowie die unkontrollierte Vermehrung von Maulwürfen den Zorn der Nachbarschaft auf sich. Angeführt durch Hans Fleischmann sucht die Nachbarschaft nun Wege, um sich der Bedrohung zur Wehr zu setzten. Denn: „Wer seinen Garten verwildern lässt, mit dem kann man nicht reden“. Beim Kaffeetrinken auf der Terrasse des geschiedenen Horst Bauers liegen die Nerven blank. Als kurz darauf eine frisch eingepflanzte Rose aus dem Garten der Fleischmanns verschwindet, gehen sogar die befreundeten Nachbarn aufeinander los.

Fitzgerald Kusz stellt seine Figuren, drei Ehepaare und einen Single, nicht als abstrakte Spießbürger-Typen dar, sondern als „Leute wie Du und ich“, die sympathische und weniger sympathische Charakterzüge in sich vereinigen. Sie streiten sich und vertragen sich wieder - immer aber beargwöhnen sie sich mit einem gewissen Misstrauen. Ihre Unfähigkeit und Hilflosigkeit zu menschlichen Beziehungen findet ihren Ausweg im gemeinschaftsstiftenden Hass auf den andersartigen Nachbarn, den es mit allen Mitteln in die Flucht zu schlagen gilt.

Das satirische Stück „Unkraut“ bildet nach „Schweig Bub“ und „Derhamm ist derhamm“ den dritten Teil der „Fränkischen Trilogie“ von Fitzgerald Kusz. Es wurde vom Autor fränkischem Dialekt verfasst. Kusz empfiehlt, seine Stücke im jeweils landestypischen Dialekt aufzuführen. Dementsprechend wurde „Unkraut“ 1983 in Esslingen in einer schwäbischen Version uraufgeführt. Von der Bühne-11-hundert wurde eine süddeutsche Fassung in eine rheinisch-umgangssprachliche Form übertragen.

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Über den Autor

Fitzgerald Kusz, der Autor des Stücks „Unkraut“, zählt zu den wenigen Vertretern des kritischen Dialekttheaters in Deutschland. Seine Theaterstücke spielen zumeist im kleinbürgerlichen Milieu. Anders als in den traditionellen Volks- und Bauernschwänken werden die Geschichten aus dem „wahren Leben“ realitätsnah und zeitkritisch präsentiert. Zusammen mit Autoren wie Rainer Werner Faßbinder, Franz Xaver Kroetz und Martin Sperr („Jagdszenen aus Niederbayern“) hat Kusz zu einer Renaissance des sozialkritischen Volkstheaters in der Tradition Ödon von Horvaths und Marieluise Fleißers beigetragen.

Kusz, der seinen Vornamen nachträglich ändern ließ, wurde am 17. November 1944 in Nürnberg geboren und wuchs in Mittelfranken auf. Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik in Erlangen war er bis 1982 Lehrer in Nürnberg. Seither lebt er als freier Schriftsteller.

Bevor Kusz als Bühnenautor bekannt wurde, schrieb er Gedichte im fränkischen Dialekt. Bekannt wurde er mit der 1976 uraufgeführten satirischen Kleinbürgerkomödie „Schweig Bub!“. Das Stück gehört zu den meistgespielten deutschen Bühnenwerken und wurde in zahlreiche Dialekte übertragen. Im Rahmen der „Fränkischen Trilogie“ folgten die Stücke „Derhamm ist derhamm“ und „Unkraut“.

Mit seinen Theaterstücken eröffnet Kusz dem Zuschauer einen außergewöhnlich realitätsnahen Blick auf das Leben in der kleinbürgerlichen Provinz. Seine teilweise boshafte Kritik an latent vorhandenen Vorurteilen, Fremdenhass und Doppelmoral wird stets durch eine liebevolle Zeichnung der Charaktere begleitet. Kusz, dem eine Vorliebe für das englische Boulevardtheater nachgesagt wird, vermag es im Besonderen, dem Zuschauer „schwere“ Themen auf humorvolle Weise nahezubringen – stets ohne den Ernst der Situation zu verwässern. Seine Stücke scheinen direkt aus dem Leben zu entspringen, sie sollen laut Kusz keine langweilige soziologische Versuchsanordnung sein: „Lachen ist erlaubt! Vielleicht führt vom Zwerchfell eine direkte Verbindung zum Hirn?“

Fitzgerald Kusz erhielt 1975 den Hans-Sachs-Preis, 1977 ein Gerhard-Hauptmann-Stipendium und 1983 den Wolfram-von-Eschenbach-Preis.


Schlafzimmergäste von Alan Ayckbourn (2000)

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Samstagabend 19.00 Uhr in den Schlafzimmern dreier äußerst verschiedener Paare. - Während sich die altersmäßig bereits etwas fortgeschrittenen Delia und Ernest auf ein gemütliches Abendessen in einem Restaurant vorbereiten, quält sich an anderer Stelle der von Kreuzschmerzen geplagte Nick in seinem Bett – nur unter mäßiger Anteilnahme seiner Frau Jan, die sich auf eine Party bei den Freunden Malcolm und Kate vorbereitet. Letztere - noch nicht so lange verheiratet - turteln neckisch miteinander, als sich die ersten Gäste ankündigen. Unter diesen befinden sich auch Trevor, der Sohn von Delia und Ernest, sowie seine reichlich durchgeknallte Partnerin Susannah. Diese beiden verbindet eine Beziehung, die in erster Linie von gegenseitigem Unverständnis geprägt ist. Übrigens: Trevor und Jan kennen sich ebenfalls - von früher! Einer gelungenen Party scheint nichts im Wege zu stehen...

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Über den Autor

Alan Ayckbourn, Jahrgang 1939, ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Komödienautoren, dessen Stücke in mehr als dreißig Ländern gespielt werden. Im englischen Badeort Scarborough leitet er sein eigenes Theater, in dem alle seine Stücke uraufgeführt werden. Ayckbourn und seine Werke sind nicht leicht in irgendwelche „Schubladen“ einzuordnen. Man findet in ihnen Elemente des Boulevardtheaters wie auch der Farce. Manche Kritiker setzen seine Leistungen auf eine Ebene mit Molière, Ibsen oder Tschechow. Jedenfalls handelt es sich bei seinen Stücken durchweg nicht um seichte Unterhaltungskost, sondern vielmehr um unterhaltsames Komödien-Theater mit Tiefgang, das zwischendurch die ohnehin schmalen Grenzen zur Tragödie durchaus zu überschreiten scheint.

Anlässlich der Aufführung seines Stücks „Doppeltüren“ schreibt das „Bayer-Kultur-Info 9“ in Leverkusen über den Autor:

„Bereits 1975 war der damals 36-jährige englische Autor Alan Ayckbourn so erfolgreich, dass ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sicher war: Fünf seiner Werke liefen gleichzeitig an Londoner Theatern. Eine geradezu unvorstellbare Produktivität, gepaart mit hoher Meisterschaft, zeichnen den Dramatiker, Regisseur und Theaterdirektor bis heute aus.“


Die deutschen Kleinstädter von August von Kotzebue (1999)

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Sabine, Tochter des Bürgermeisters von Krähwinkel, hat während ihres Aufenthaltes in der Residenz den jungen Olmers kennen gelernt und sich in ihn verliebt. Die Familie hat jedoch längst ihre Heirat mit dem „Bau-Berg- und Weg-Inspektor-Substitut“ Sperling, einem zweifelhaften poetischen Talent, beschlossen. Für den folgenden Tag ist die Verlobung geplant, gleichzeitig mit einem anderen großen „Fest“: Eine seit Jahren einsitzende Delinquentin soll endlich an den Pranger gestellt werden. Ein von der Großmutter entdecktes Medaillon von Olmers gibt Sabine als Bildnis des Königs aus. Da kommt es in der Nähe der Stadt zu einem Unfall, der die Gerüchteküche Krähwinkels dramatisch anheizt…

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Über den Autor

August von Kotzebue wurde 1761 in Weimar geboren. Er war Jurist, Publizist, zeitweise Beamter in russischen Diensten, v. a. aber Theaterdirektor und Theaterdichter. Als solcher schrieb er ca. 200 Stücke. Goethe – wie viele andere Schriftsteller der Zeit auch – war beliebte Zielscheibe von Kotzebues spöttischen Kommentaren und Pamphleten. Trotzdem hat Goethe als Theaterdirektor in Weimar allein 87 von Kotzebues Stücken aufführen lassen. Laut Goethe verstand es Kotzebue, „die Zuschauer zu unterhalten und der Kasse zu nutzen“. Kotzebue war eine schillernde Persönlichkeit, politisch auf Seiten der Monarchie, in Deutschland zeitweise der Spionage für Russland verdächtigt, 1819 wurde er in Mannheim von dem Burschenschaftler Karl Sand erdolcht.

„Die deutschen Kleinstädter“ wurde Kotzebues bestes und bekanntestes Stück. Die Uraufführung fand 1802 am Wiener Burgtheater statt.


Kille Kille von Derek Benfield (1998)

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Der junge Geoff kommt – wie schon oft zuvor – ins Haus seiner zukünftigen Schwiegereltern. Doch diesmal ist einiges anders. Er wird Zeuge höchst verdächtiger Geschehnisse und muss erfahren, dass dieses Haus für einige Menschen zum letzten – ewigen – Aufenthalt geworden ist. Könnte Sallys Tante nicht schon das nächste Opfer sein? Außerdem passt der Besuch des Vikars dem Hausherrn und der Hausherrin gar nicht ins Konzept. Geoff fühlt sich dazu berufen, weiter Katastrophen zu verhindern.

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Über den Autor

Derek Benfield gehört zu den profiliertesten britischen Komödienautoren. 1926 wurde er als Sohn eines Journalisten in Bradford, Yorkshire geboren. Nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts in London folgten Engagements an verschiedenen Theatern. Der seit 1951 erfolgreiche Komödienautor Benfield gibt sich sein Credo selbst: „Lachen ist das einzige Allheilmittel, das uns von Natur aus gegeben ist. Wenn ich die strahlenden, vergnügten Gesichter der Leute sehe (…), nachdem sie ein Stück von mir gesehen haben, weiß ich, es hat sich gelohnt. Außerdem – ich habe gern etwas zu beißen.“ Kennzeichen seiner Stücke sind Wortwitz, Ironie, spritzige Dialoge, Understatement und Situationskomik, oft gewürzt mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor.


Der Hund im Hirn / Vier Einakter von Curt Goetz (1997)

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Beim „Herbst“ weht ein Hauch sehnsuchtsvoller Schwärmerei von vergangenen (kaiserlichen) Zeiten, von Jugend, Theater, verflossener Liebe durch die Gespräche der Beteiligten, die sich am Rande einer beschaulichen Kurstadt begegnen. Doch die ironische Distanziertheit der Personen zu sich selbst und ihrer Geschichte verhindert das Abgleiten in Sentimentalität: Wehmütig-augenzwinkernde Schlaglichter auf die Lebensgeschichten einer „Grande Dame“ und eines betagten, doch geistig regen Grafen sowie auf gewisse parallelen in ihren Erinnerungen.

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„Minna Magdalena“ führt uns in die morgendliche Idylle bei Herrn und Frau Professor. Die ist jedoch durch den Umstand gestört, dass das Dienstmädchen offensichtlich nicht den unmoralischen Heimsuchungen der Großstadt hat widerstehen können. „Wie sagen wir´s dem Vater?“ Die Beantwortung dieser Frage bedeutet vor allem für die höchst tugendhafte Frau Professor Grauen und Lust zugleich. Doch allzu gern überlässt sie ihrem Mann das Feld, zumal sich der herbeigebetene Gast als durchaus nicht unproblematisch erweist.

„Der Hund im Hirn“ ist eine Groteske, in der der gehörnte Ehemann – angeregt von der Theaterlektüre seines Dieners – Mittel und Wege findet, um die beteiligten Personen an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Eine wichtige Rolle spielt dabei nicht zuletzt ein Hund mit Namen Hektor.

Im Mittelpunkt steht „Die Kommode“. Ein Erbstück, das den familiären Frieden erschüttert, während die sterbenskranke Tante im Obergeschoss alle in Atem hält. Dem Familienpatriarchen, einem Theaterfriseur, entgleiten zunehmend die Zügel der Führung; seine Frau macht sich Sorgen ums Renommee. Der Theaterintendant persönlich gibt sich die Ehre und wird Zeuge des Ausbruchs höchst dramatischer Ereignisse.

Über den Autor

Curt Goetz (1888 – 1960) wurde bekannt als Verfasser geistreicher Gesellschaftskomödien. Pointenreiche Dialoge, liebenswürdiger, mitunter jedoch auch bissiger Humor zeichnen seine Stücke aus. Und immer wieder als Themen: Die problematischen Verhältnisse zwischen Mann und Frau sowie die familiären Beziehungen zwischen Idylle und Chaos. Goetz war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Schauspieler und Regisseur. In einigen seiner Stücke spielte er selbst die Hauptrolle. Er emigrierte 1939 in die USA und übersiedelte 1945 in die Schweiz.


Das sind Verhältnisse von Max Drögemüller (1996)

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„Geld oder Liebe“ könnte man – ohne Anspielung auf eine bekannte Fernsehrreihe – als Motto über die Absichten und Motive der handelnden Personen dieses Stückes setzten. Sowohl Harald, Sohn einer Putzfrau und eines kleinen Bankangestellten, als auch seine Angebetete Elvira, glauben am Ziel ihrer Träume zu sein: Der Traummann bzw. die Traumfrau ist gefunden, und das Beste dabei: Er/Sie ist reich – so glaubt man. Um den Schein eigenen Wohlstandes zu wahren – denn das erhöht die Chancen – werden Vater und Mutter eingespannt, um jeweils vorzutäuschen, was es gar nicht gibt: Viel Geld. Die Villa zweier verreister Damen wird zum Schauplatz eines großangelegten Täuschungsmanövers, aus dessen Verstickungen sich die Beteiligten kaum noch befreien können. Sie wissen mitunter selbst nicht mehr, wer sie gerade sind oder zu sein vorgeben.

Über den Autor

Max Drögemüller wurde im Jahre 1911 in Köln-Nippes geboren. Innerhalb eines Theatervereins stellte sich schon früh sein schriftstellerisches Talent heraus: Er spielte nicht nur, sondern schrieb schon seine ersten Stücke. Im Beruf setzte sich seine künstlerische Begabung nicht durch; er wurde Exportkaufmann. In russischer Kriegsgefangenschaft entstand unter seiner Leitung eine kleine Theatergruppe, die mehrere Stücke aufführte. 1949 kehrte er von dort zurück, doch erst als Rentner fing er wieder an zu schreiben.

Schon sein erstes Stück „Trautes Heim“ hatte gleich großen Erfolg. Es wurde wiederholt vom Hamburger Ohnsorg-Theater gespielt, im Fernsehen gezeigt und steht auch heute noch hin und wieder auf dem Spielplan. Sein Drehbuch „Nanu, sie leben ja immer noch“ wurde vom Südfunk verfilmt. Im August 1995 setzte der Tod seiner Schaffenskraft ein Ende.


Zwischenmahlzeit / u. a. Szenen von Loriot (1994)

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Heitere Episoden rund um die Themen Essen und zwischenmenschliche Beziehungen:

1. Teil:

Szenen von Loriot (u. a. „Kosakenzipfel“, „Fernsehabend“, „Eheberatung“ sowie die legendäre Fernsehansage zu einer englischen Krimiserie)

2. Teil:

Szenen deutscher Satiriker (z.B. „Das Fotoalbum“ von Franz Hohler) sowie selbstverfasste Sketche (z.B. „Trautes Heim“ von Ursula Rösgen und „Telefon-Flirt“ von Wolfgang Wasser)

Höhepunkt des zweiten Teils war eine kölsche Fassung des Silvester-Renners „Dinner for one“ - geschrieben und präsentiert von Kurt Berghoff.


Heimatschwank: Vorstände, Missstände und andere Umstände von Barbara A. Cepielik und Wolfgang Wasser (1993)

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Damit fing alles an. Beim Geschichtsverein sowie bei der Musikschule Rösrath gab es die Idee einer großen musikalisch-theatralischen Bühnenveranstaltung, in deren Mittelpunkt ein Geschehnis der Rösrather Historie stehen sollte. Anlass des Projekts war die 1100-Jahr-Feier Rösraths 1993.

Die beiden Autoren schrieben das Stück, suchten Haupt- und Nebendarsteller sowie einen unterstützenden Regisseur (Ingo Müller) und warben bei den Rösrather Vereinen und Chören um Mitwirkung. Von der Gemeindeverwaltung stand ihnen dabei Frank Trompeter vom Kulturamt zur Seite. Die musikalische Leitung hatte Udo Krzyzynski. Als Hauptdarsteller aus dem aktuellen Ensemble 2005 spielten damals Wolfgang Sauer, Kurt Berghoff, Ralf Ihbe und Jan-Christoph Neubert. Für sie und Wolfgang Wasser war dies gleichzeitig der Beginn der Rösrather Theater-Karriere. Denn nach den zwei erfolgreichen Aufführungen mit über 200 Mitwirkenden wollten die Schauspieler nun weitermachen. In Anlehnung an die 1100 Jahre Rösrath als Anlass der Aktion gab sich das jetzt gegründete Ensemble den Namen „Bühne-11-hundert“.